Der etwas andere Adventskalender

Fotoadventskalender - Bastelanleitung

Für mich beginnt heute die schönste Zeit des Jahres – die Adventszeit.

Wenn ich an diese Zeit in meiner Kindheit zurückdenke, breitet sich sofort ein wohliges Gefühl in mir aus. Der Duft nach Mandarinen, Tee und frisch gebackenen Plätzchen, der morgendliche Blick aus dem Fenster in Erwartung weiß bedeckter Häuser und Straßen, wenn man nach einem Mittag im Schnee nach Hause kommt und das ganze Haus so herzlich und warm ist, wie zu keiner anderen Jahreszeit. Und die Stille, die äußerliche und die innere Ruhe, wenn man die Schneeflocken auf ihrem Weg gen Erde beobachtet und einfach nur träumt… Das schönste an der Vorweihnachtszeit aber, und da sind sich wohl alle Kinder ob groß oder klein einig, ist die Freude, die man jeden Morgen beim Öffnen eines Türchens am Adventskalender empfindet und die sich immer weiter steigernde Vorfreude auf das große Fest.

Der Adventskalender. Eine 24-teilige, selbstgebastelte oder schokoladige Liebeserklärung von uns Müttern an unsere Kinder, Männer, Eltern oder sogar Haustiere (gibts wirklich!!!).

Im Vergleich zu meiner eigenen Kindheit stelle ich nun aber fest, dass meine Kinder wirklich alles an Spielzeug haben, was unser Haus an Stauraumkapazität zulässt, Süßigkeiten gibts von den Großeltern bereits genug, Nüsse und Mandarinen werden sowieso täglich geschält, geknackt und genüsslich verspeist – Womit also befüllt man den Adventskalender?

Falls du dir auch jedes Jahr aufs Neue diese Frage stellst und genau wie ich keine Lust auf kleinteiliges Wegwerfspielzeug und Schokoladenfinger am Frühstückstisch hast, habe ich hier eine etwas andere Alternative für dich:

Der Fotoalbumadventskalender!

Egal was wir im Laufe eines Jahres mit den Kindern unternehmen und erleben, immer dabei ist das Smartphone, um schnell mal einen besonderen Moment, eine Grimasse oder eine Emotion festzuhalten. Nur geraten diese Bilder meistens viel zu schnell in Vergessenheit, werden selten bis nie entwickelt und landen noch seltener in einem Album. Mit dem Fotoadventskalender können sich meine Kinder die schönsten Momente des vergangenen Jahres nochmal in Erinnerung rufen und haben gleichzeitig etwas, was sie noch Jahre später gerne in den Händen halten.

Was du dafür benötigst, wie du den Kalender vorbereitest und was der Spaß kostet, zeige ich dir in diesem Beitrag.

Fotoadventskalender - Materialien

Ich habe dir zu meinen verwendeten Materialien die Bezugsquellen verlinkt. Dafür erhalte ich weder Provision noch habe ich einen Werbeauftrag!

Du benötigst

  • Ein Fotoalbum mit mindestens 24 Seiten und einem Format, das zu deinen Abzügen passt, z.B. dieses Album von Efco.
  • 24 Fotos (empfohlenes Format 10×15) – Die Abzüge kannst du entweder vorab online bestellen oder du druckst Sie wie ich a la Minute direkt vom Smartphone mit dem Canon Selphy Fotodrucker.
  • 24 Briefumschläge im passenden Format, um die Fotos zu verpacken. Ich habe Umschläge aus Kraftpapier verwendet, passend zum Album.
  • Doppelseitiges Fotoklebeband, damit der Beschenkte die Fotos ganz leicht einkleben kann.
  • Außerdem benötigst du zum Basteln die üblichen Utensilien… Schere, Kleber, Stifte,…

Kosten und Aufwand

Mit den Materialien in meinem Beispiel kommst du auf umgerechnet 17,67 € pro Kalender. Die Fotoabzüge aus dem Canon Selphy Fotodrucker kosten umgerechnet 24 ct pro Blatt, wenn du deine Abzüge extern entwickeln lässt, kostet das im Schnitt 10 ct pro Foto und du kommst noch etwas günstiger weg. Ich bin mit der Qualität und der Handhabung des Druckers sehr zufrieden und lass mir meine Flexibilität beim Drucken gerne etwas kosten.

Der Bastelaufwand kommt ganz auf deine Laune an. Wenn du gerne Scrapbooking machst, hast du hier natürlich ein absolutes Heimspiel. Wenn dir das Basteln oder Malen nicht so sehr liegt, kannst du den Kalender natürlich auch schlicht halten, oder jeweils einen kleinen Satz zum Foto schreiben. Lass deine Kreativität einfach raus und tob dich aus!

Verglichen mit gekauften Adventskalendern finde ich das zum einen relativ günstig, vor allem wenn ich den Mehrwert und die Nachhaltigkeit des Kalenders berücksichtige. Glaub mir, dieser Kalender gerät weder in Vergessenheit, noch landet er unbeachtet in irgendeiner Ecke.

Jetzt wird gebastelt…

Hast du deine Fotos sorgfältig ausgesucht, entwickelt/entwickeln lassen und alle anderen Materialien in greifbarer Nähe? Dann kann es ja jetzt endlich los gehen!

Fotoadventskalender - Basteln

In meinem Fall habe ich die Fotos direkt chronologisch ausgedruckt, beginnend im Januar diesen Jahres bis zum jetzigen Zeitpunkt. Damit sind die Bilder also schon richtig sortiert und die Kinder können beim Blättern durch das fertige Album das Jahr nochmal aufleben lassen.

Mein Album hat 25 Blätter, die Fotos kommen immer auf eine Seite, die Rückseite bleibt leer. Und wenn du gut aufgepasst hast, fällt dir jetzt auf, dass ich sogar eine „Notfallseite“ habe, falls mir irgendwo der Stift ausrutscht… Kann also nichts mehr schief gehen, oder?

Ich zeichne auf jedes Blatt einen passenden Rahmen, damit meine Kinder wissen, wo und wie sie ihr Foto einkleben können. In den Rahmen schreibe ich die Zahl des Kalendertages und daneben noch den Monat, in dem das Foto aufgenommen wurde. Da meine Kinder noch nicht lesen, ist die übrige Ausgestaltung eher illustrativ. Mal greife ich ein Muster des Fotos auf, oder male kleine Blumenranken um den Rahmen. Bei manchen Fotos wirkt es auch toll, wenn man das Foto „weitermalt“, z.B. die Fugen im Boden außerhalb des Fotos weiterlaufen lässt. Dann können die Kinder schon etwas erahnen und sind natürlich noch neugieriger auf das Foto.

Auf das Foto kommt dann das doppelseitige Fotoklebeband. Eine Rolle hat bei mir genau für zwei Kalender gereicht, allerdings war ich beim zweiten etwas sparsamer und habe nur noch einen diagonalen Streifen aufgeklebt. Die Schutzfolie bleibt natürlich noch drauf, dann kommt das Foto auch schon in den Umschlag.

Die Umschläge habe ich mir schon mit Zahlen vorbereitet. Du kannst die Zahlen entweder einfach drauf schreiben oder malen, oder du druckst dir eine Vorlage aus. Tolle Vorlagen für Kinder findest du zum Beispiel auf Pinterest, wenn du nach „advent calender printables“ suchst.

Fotoadventskalender - Rückseite

Das ganze machst du nun 24 mal –  und schwupps bist du auch schon fertig. Die Briefumschläge kannst du entweder aufhängen, oder du wirfst sie wie ich täglich in den Briefkasten. Meine Kinder lieben es einfach, den Briefkasten zu öffnen und die Post rauszuholen – Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie groß die Freude dann ist, wenn ein Brieflein für sie selbst dabei ist!

Wie gefällt dir meine Idee? Hast du auch jemanden, der sich über einen Fotoadventskalender freuen würde? Dann lass mir doch einen Kommentar da oder schick mir ein Bild von deinem Adventskalender!

Liebe Grüße und ein besinnliches Adventsbasteln wünscht

die Franzi von Schnittenliebe

PS: Hier wurde soeben feierlich das erste Brieflein geöffnet und die ersten Fotos mit strahlenden Kinder- und Mamaaugen eingeklebt!

2 Idee über “Der etwas andere Adventskalender

  1. Henrike sagt:

    So eine wundervolle Idee liebe Franzi! 😍 Was mir am meisten gefällt, ist die Tatsache, dass man sich endlich die Zeit nimmt um ein schönes Fotoalbum zu machen, was man sonst immer aufschiebt. ☺️ Richtig toll!

  2. Rita Schwarz sagt:

    Oh ja, das ist ein wunderbarer Adventskalender 😍, den möchte ich wohl sehr gern nachbasteln. Fotos haben wir ja auf unseren Smartphones genug!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.