Über Puppenbuggys, Hebammen und Entscheidungsschwierigkeiten

Puppenbuggy_Neuer Bezug

Es gibt die Abende, an denen sollte man einfach nicht an der Nähmaschine sitzen. Stattdessen könnte man es sich mit einem spannenden Buch und einem Gläschen Wein auf dem Sofa gemütlich machen – aber Frau ist ja selten einsichtig und so nimmt das Drama seinen Lauf.

Ziemlich weit oben auf meiner „Das-will/muss/soll-ich-unbedingt-noch-nähen“-Liste stand schon seit einiger Zeit ein neuer Bezug für den Puppenbuggy der Kinder. Der originale Polyesterfetzen, der sich Bezug schimpft, hat während des Winterschlafs in unserem Geräteschuppen ziemlich gelitten und wer wäre denn Mami, wenn sie das nicht fix erneuern könnte.

Puppenbuggy_ohne Bezug

Das Gerippe des Buggys stand schon seit einer Weile vorwurfsvoll in der Ecke meines Nähzimmers, der alte Bezug war schon auseinandergenommen und das Schnittmuster vorbereitet – es haperte eigentlich nur noch an der passenden Stoffwahl.

Die Stoffwahl – meine Achillesverse… Nun saß ich also seit gefühlten Stunden auf dem Boden meines Nähzimmers, die verschiedenen Stoffhäufchen vor mir liegend, nicht fähig, mich für eines davon zu entscheiden. Da fehlt bei einer Kombination das passende Schrägband, bei der nächsten reicht der Stoff nicht, die dritte Kombi gefällt mir zwar, aber vielleicht den Kindern nicht…?!

Puppenbuggy_Stoffwahl

Dann plötzlich die Erkenntnis:

Mach doch einfach!

Im Grunde ist es den Kindern doch völlig egal, wie dieses Teil aussieht (und mir im übrigen auch) – hauptsache die stolzen Puppenmamis und -papis können endlich wieder ihre Puppen und Bären durch die Gegend schieben und müssen nicht mehr dieses traurige Gerippe vor sich her schieben.

Ab diesem Moment ging es dann auch ganz schnell: Eins der Häufchen gepackt, losgenäht und nach 15 Minuten war der Bezug fertig!

Puppenbuggy_Schnittteile neuer Bezug

Beim Annähen des Schrägbands hatte ich dann auch endlich die Gelegenheit, den Höhenausgleich (oder auch Hebamme) auszuprobieren, den Jasmin mir bei ihrem letzten Besuch mitgebracht hat. Natürlich habe ich an der Stelle, an der das Gurtband mit eingefasst wird, zunächst einfach drübergenäht, ohne den Höhenausgleich zu verwenden. Bei der zweiten Stelle hat mich dann aber doch die Neugierde gepackt und siehe da: Die Ergebnisse sprechen für sich! Verrückt, was so ein kleines Teil ausmachen kann.

Fazit:

Der Bezug war schnell genäht, das Schnittmuster vom alten Bezug schnell abgenommen und das ganze sollte auch für Anfänger kein Problem sein, da man ja die Möglichkeit hat, beim alten Bezug zu spickeln!

Verwendete Materialien:

Unsere Babyborn trägt ein Kleid nach dem Puppenjumper Freebook von Firlefanz, beplottet mit unserer Herzliebe. Der pinke Wellenjersey ist ebenfalls vom Stoffmarkt.

Hast du auch schon mal erlebt, dass ein so kleines und einfaches Projekt dir so viel Zeit und kreative Energie raubt? Oder sitzt du auch regelmäßig mit einem Schnittmuster vor verschiedenen Stoffkombis und kannst dich nicht entscheiden? Dann lass mir doch einen Kommentar da, damit ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin…

Es grüßt herzlich

die Franzi

Puppenbuggy_Neuer Bezug

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